Freitag, 2. März 2012

Wettwer News USA

Vorhersagen zu heftigen konvektiven Ereignissen in den USA (heftige Gewitter mit Hagel, Starkregen, Sturmböen und Tornados):
 
 
Die Bedingungen zur Bildung heftiger Gewitter in Teilen der USA sind heute günstig: Warme, feuchte Luft, die aus dem Golf von Mexiko über dem Osten der USA nach Norden geführt wird, kalte und trockene Luftmassen, die aus Kanada über die Mitte der USA nach Süden strömen, ein breiter Höhentrog, der fast ganz Nordamerika überdeckt und auf dessen Vorderseite ein Bodentief, das sich unter kräftiger Verstärkung bis morgen zu den Großen Seen verlagert. Dazu kommt ein starker Jet und eine große vertikale Windscherung über dem Osten der USA.
In einem Gebiet, das von Louisiana bis fast zum Erie-See reicht, muss heute und in der kommenden Nacht mit heftigen Gewittern gerechnet werden, die von Starkregen und großem Hagel begleitet sein können; besonders im Ohio-Valley sind auch einige Tornados möglich.
In Zentrumsnähe des Bodentiefs auf dessen West- und Nordseite kommt es bis morgen zu intensiven Schneefällen; die Neuschneemengen können innerhalb von 12 Stunden gebietsweise zwischen 30 und 50 cm betragen; das gilt insbesondere für den Norden von Illinois (auch Chicago), den Osten von Wisconsin sowie für Michigan.

Donnerstag, 1. März 2012

Zwölf Tote durch Tornados in den USA

Hunderte Menschen wurden verletzt - Suche nach Vermissten

Washington - Eine Tornado-Serie hat im Mittleren Westen der USA eine Schneise von Tod und Verwüstung hinterlassen. Die verheerenden Stürme hatten in der Nacht auf Mittwoch mehrere US-Staaten heimgesucht, am Abend zogen sie Richtung Osten weiter. Mindestens zwölf Menschen starben in Illinois, Missouri und Tennessee, Hunderte wurden verletzt. In der Nacht auf Donnerstag ging die Suche nach Vermissten weiter.

"Es bricht mir das Herz", sagte der sichtlich erschütterte Eric Gregg, Bürgermeister der Stadt Harrisburg (Illinois), wo sechs Menschen starben. Wie er stand auch der Gouverneur von Missouri, Jay Nixon, vor Bergen von Trümmern und Millionenschäden. Nixon berichtete von mindestens drei Toten in seinem Bundesstaat. Auch in Tennessee wurden nach Angaben der Behörden drei Tornado-Tote geborgen.
Zerstörte Häuser
Hunderte Familien standen fassungslos vor den Trümmern ihrer Häuser. Die Stürme, die zum Teil mit einer Geschwindigkeit von über 270 Stundenkilometer wüteten, ließen Einkaufszentren und Lagerhallen einstürzen. Busse und ganze Lastzüge wurden durch die Luft geschleudert.
Rettungstrupps durchsuchten noch in der Dunkelheit die Trümmerschneisen, die teilweise die Breite von zwei Fußballfeldern hatten. In Harrisburg riss ein Tornado die komplette Außenwand eines Krankenhauses weg. "Es hörte sich an wie eine Explosion, als die Fenster und die Wand plötzlich weggerissen wurden," schilderte Krankenschwester Jane Harper im Fernsehsender CNN das Unglück. "Der Alarm ging los, das Licht ging aus, die elektrischen Türen schlossen  für einen Augenblick herrschte völliges Chaos."
Auch in Kansas und Kentucky zerstörten die Stürme laut Medienberichten einige Ortschaften. Am Abend nahmen sie Kurs auf West Virginia und Tennessee. (APA)



( die aussichten für die nächsten 24 std sind auch nicht die besten ! )

Starkschneefall und Kälte - Hinweis

Starkschneefall und Kälte - Hinweis
Türkei, Naher Osten
ausgegeben am: Mittwoch, 29.02.2012, 10:10 MEZ
Ungewöhnlich hohe und teilweise rekordverdächtige Temperaturen in Nordwesteuropa, Mitteleuropa und in Skandinavien; 29.02.-02.03.2012
Gefahr starker Schneefälle in Teilen der Türkei und des Nahen Ostens; 29.02.-02.03.2012

Ein riesiges Gebiet positiver Temperaturanomalie überdeckt derzeit die Westhälfte des europäischen Kontinents; im 850 hPa-Niveau (ca. 1500 Meter Höhe) beträgt der Wärmeüberschuss über Frankreich, Deutschland und bis nach Südskandinavien mehr als 10K.
Besonders warm wurde es gestern beispielsweise in Schottland (Aberdeen 17.2°C) und im Süden Skandinaviens, wo das norwegische Kongsberg 16.7°C erreichte. In Mitteleuropa verhinderte eine weitgehend geschlossene Wolkendecke höhere Temperaturen, als das wärmste Gebiet trat noch der Hochrhein (Rheinfelden 14.8°C) in Erscheinung, Bad Neuenahr-Ahrweiler brachte es auf 13.2°C.
Auch heute und morgen bestimmt das Hochdruckgebiet "Eitel" mit sehr milder Luft das Wettergeschehen im größten Teil Mitteleuropas. Vor allem am Donnerstag nehmen dabei nach Süden hin die sonnigen Anteile zu, so dass auch in Deutschland gebietsweise mit Temperaturen zwischen 15 und 20°C gerechnet werden darf.
Im Gegenzug strömt über dem Osten des Kontinents Kaltluft weit nach Süden über das östliche Mittelmeer bis nach Ägypten. Vor allem in der Türkei im Nahen Osten (Libanon, West-Syrien) schneit es in den kommenden 72 Stunden gebietsweise kräftig, auch in höheren Lagen Griechenlands fällt Schnee.

Sonntag, 29. Januar 2012

Extreme Kälte - Vorwarnung

ausgegeben am: Sonntag, 29.01.2012, 13:00 MEZ
Gefahr von extremer Kälte in weiten Teilen Europas; 01.-08.02.2012
Gefahr teilweise heftiger Schneefälle in den nördlichen Mittelmeerainern; 30.01.-08.02.2012

Für weite Teile Europas zeichnet sich zu Beginn des Februars 2012 ein sehr kalter Witterungsabschnitt ab. Am Südrand des umfangreichen und schon seit einigen Tagen über Nordosteuropa liegenden Hochdruckgebietes "Cooper" macht sich ein großes Gebiet sehr kalter kontinentaler Luft auf den Weg nach Westen. Der Höhepunkt der Kältewelle wird am kommenden Wochenende erwartet, wenn die Temperaturen im 850 hPa-Niveau über Deutschland um -20°C liegen. In größerer Höhe, 500 hPa, korrespondiert dazu ein Tiefdruckwirbel über Mitteleuropa mit Temperaturen unter -40°C.
Ab Dienstag erfolgt überall in Mitteleuropa der Übergang zu Dauerfrost, der sich bis Freitag bis zur Atlantikküste vorarbeitet. Dann betragen in Deutschland die Höchstwerte der Temperatur verbreitet nur zwischen -5 und -10°C; nachts und über Schnee muss mit Tiefstwerten unter -20°C gerechnet werden.
Die Niederschlagstätigkeit zumindest in Deutschland bleibt dabei gering; die größte Niederschlagsaktivität entfaltet sich am Rande des Höhenwirbels im Bereich von Nord- und Ostsee und vor allem im Südosten des Kontinents sowie in den nördlichen Mittelmeeranräinern. Teilweise heftige Schneefälle können im Verlauf der Woche von der Biskaya über Südfrankreich bis zum Balkan auftreten.

Mittwoch, 4. Januar 2012

Sturm / Orkan "Andrea" - Warnung

Gefahr von Sturm- und Orkanböen von Nordwest- bis Mitteleuropa; 04.-05.01.2012
Das Orkantief "Ulli" brachte auf den Gipfeln der Mittelgebirge gestern Orkanböen bis 169 km/h (Brocken). Sonst aber wurde Orkanstärke auch an den Küsten nicht erreicht, abgesehen von der Messung des Leuchtturms Kiel (119 km/h). Die größten Windgeschwindigkeiten im Flachland registrierten Aachen und Münster/Osnabrück mit jeweils 112 km/h.
Das nächste Sturmtief, es heißt "Andrea" und liegt derzeit noch zwischen Island und Schottland, nähert sich dem europäischen Festland rasch; morgen Mittag wird sein Zentrum bereits über Gotland erwartet. Sein Sturmfeld erfasst in den nächsten Stunden die Britischen Inseln, in der Nacht und morgen dann Mitteleuropa.
Heute im Tagesverlauf legt der Wind in Irland, England und Schottland wieder zu, im Flachland sind Böen zwischen 90 und 130 km/h zu erwarten. Ab dem Abend wird auch in Mitteleuropa der Wind von Nordwesten her wieder stärker; dieses Mal werden die stärksten Windgeschwindigkeiten vor allem im südlichen und östlichen Mitteleuropa erwartet. In der Mitte und im Süden Deutschlands, in Tschechien, der Slowakei, im Norden Österreichs und der Schweiz sowie im Süden Polens sind in Böen Windgeschwindigkeiten um 110 km/h möglich, örtlich auch darüber. Auf den Gipfeln der süddeutschen Mittelgebirge und besonders der Alpen können die Windgeschwindigkeiten bis 200 km/h erreichen. Der Höhepunkt des Sturms wird in der zweiten Nachthälfte und morgen Vormittag erwartet.
Ein Randtrog, der ab morgen Nachmittag von Nordwesten über Benelux und Westdeutschland hinwegschwenkt, ermöglicht in Böen nochmals Windgeschwindigkeiten zwischen 100 und 120 km/h.

Dienstag, 3. Januar 2012

Gefahr von Sturm- und Orkanböen von Nordwest- bis Mitteleuropa; 03.-06.01.2012

Das Orkantief "Ulli" liegt aktuell (6 UTC) mit seinem Zentrum noch über Schottland, heute Nacht verlagert es sich bereits über den Raum Oslo hinweg ostwärts. Mit einem Kerndruck von voraussichtlich unter 955 hPa erreicht das Tief heute Abend den Höhepunkt seiner Entwicklung. Sein Sturmfeld auf der Südseite überquert bis morgen das nördliche und östliche Mitteleuropa.
In Great Dun Fell im Norden Englands auf 847 m wurden bereits 170 km/h gemessen, in Malin Head (Irland) 169 km/h und in Edinburgh 120 km/h. In diesen Stunden greift der Sturm auf die südliche Nordsee über.
Heute und bis in die Nacht hinein muss im Bereich der südlichen Nordseeanrainer in Küstennähe mit Orkanböen um 120 km/h gerechnet werden. Vor allem in Dänemark können auch noch höhere Windgeschwindigkeiten auftreten. In Deutschland sind auch im Binnenland in freien Lagen Windböen von 90 bis 100 km/h möglich, auf den Gipfeln der nördlichen Mittelgebirge auch mehr als 150 km/h.
Im Laufe der kommenden Nacht und morgen sind vor allem die westliche und zentrale Ostsee mit Südschweden und später dem Baltikum betroffen; auch dort sind Böen bis 120 km/h zu erwarten.
Ein neues Tief steht auf dem Nordatlantik bereits in den Startlöchern; es greift in der Nacht zu Donnerstag mit seinem Sturmfeld auf Mitteleuropa über und sorgt erneut für Sturm- und Orkanböen. "Andrea" könnte sogar noch etwas stärker ausfallen als "Ulli".


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Montag, 2. Januar 2012

Sturmtief Ulli

Gefahr von Sturm- und Orkanböen von Nordwest- bis Mitteleuropa; 03.-06.01.2012
Auch zu Beginn des neuen Jahres setzt sich die zeitweise stürmische Witterung in Nordwest-, Nord- und Mitteleuropa zunächst fort. Derzeit liegt ein Tiefdruckgebiet noch weit draußen auf dem Atlantik; es heißt "Ulli" und verlagert sich unter kräftiger Intensivierung rasch ostwärts. Morgen Mittag liegt es mit seinem Zentrum und einem Kerndruck von unter 955 hPa bereits über der nördlichen Nordsee. Sein Sturmfeld beeinflusst vor allem die Britischen Inseln, das nördliche Mitteleuropa, Südskandinavien und das Baltikum.
Etwa ab Mitternacht muss auf Irland, in England sowie im Umfeld des Ärmelkanals mit Sturmböen und einzelnen Orkanböen gerechnet werden. Morgen und in der Nacht zum Mittwoch weitet sich das Sturmfeld ostwärts aus und erfasst die Nordsee mit ihren Anrainern. Dann können von Nordostengland über Dänemark bis nach Südschweden Windgeschwindigkeiten bis über 130 km/h auftreten. In Mitteleuropa sind im Binnenland auch in tieferen Lagen Böen bis etwa 100 km/h zu erwarten, auf den Bergen sind mehr als 150 km/h drin. Am Mittwoch tritt Sturm besonders im Bereich der südlichen und zentralen Ostsee auf.
Den Prognosen zufolge bleibt auch der Rest der Woche windig und unbeständig; ein weiteres Tief sorgt voraussichtlich am Donnerstag in Mitteleuropa erneut für Sturm.